Lichterfest 2012 - Rauhnächte

„Wollen wir hinaus in die kalte, regnerische Nacht?“ so fragte ich mich und später, nach meiner Ankunft in Ammerzwil, auch Margrietha… Wir entschieden uns für die warme Küche, zündeten Kerzen an, löschten das elektrische Licht und liessen uns vom warmen Lichtermeer umschmeicheln. Die längste Nacht wurde so zum Lichtfest und mir kam es vor, dass sich an unserem beisammen sein noch andere Gäste erfreuten. Für mich begann mit diesem besinnlichen Abend meine persönliche Vereinbarung mit den Raunächten – ich nahm mir vor, kaum etwas zu planen und die Zeit zwischen der längsten Nacht und dem Dreikönigstag mit mir und meiner Familie zu verbringen. Keine Weihnachtspost verschicken, keine Natelnachrichten abfragen, keine E-Mailgrüsse lesen, keine Pflichtbesuche bei Irgendwem.

Mein „darf ich das?“ nahm die Herausforderung an und freut sich seither immer mehr über spontane, klare ja’s oder nein’s. Die wenn‘s, vielleicht‘s und aber’s wurden leise und meine Zeit mit meinen Nächten wurde lang, länger und sehr lange. Herrlich lange wurden bei Bedarf auch meine morgendliche Zeit im Bett und Pischi bis am Abend J.

Meine Erkenntnis daraus? Die italienische Lebensweisheit des „dolce farniente“ und mein umtriebiger Geist wachsen von selbst in meinem Sein zusammen…

Es lebe das Leben!

 

Ralph Schmidt

 

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