13. Dezember - Luzia

 

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Am 13. Dezember wird in vielen nördlich gelegenen Ländern Luzia - die Lichtheilige geehrt

 

Das Fest der Heiligen Luzia, am 13. Dezember, ist eine Raunacht. Und in allen Raunächten treiben nach dem Volksglauben alle möglichen guten und bösen Geister ihr Unwesen. Es ist ursprünglich ein Lichterfest und man feierte es am Tag der Wintersonnenwende. Deshalb haben viele Luzia-Bräuche mit Licht zu tun, bei dem z. B. viele kleine aus Nussschalen gebastelte „Schiffchen“ auf ein Gewässer gesetzt werden und die Dunkelheit erleuchten sollen.

 

Der Brauch geht auf uralte, wahrscheinlich germanische und keltische Traditionen zurück. Später griff man die Verehrung um die sizilianische Märtyrerin Luzia auf und gedachte ihrer in der längsten Nacht des Jahres (nach dem alten Kalender der 13. Dezember) mit Lichterglanz. Sie starb als Jungfrau und Märtyrerin 310 in Syrakus, dem heutigen Siracusa in Sizilien, das ein Zentrum frühchristlichen Glaubens war. Die Legende erzählt, dass sie von Ochsen zu Tode geschleift werden sollte. Doch die Tiere bewegten sich nicht von der Stelle, sosehr man sie auch antrieb. Deshalb wurde Luzia schließlich erstochen.

 

Der Brauch verbreitete sich in Europa, insbesondere in Schweden, wo der Luzientag sogar Nationalfeiertag ist. Im Dezember ist es nur wenige Stunden hell, so dass die Menschen das Licht zu schätzen wissen. Das Fest der Heiligen Luzia auf dort auf besondere Weise gefeiert. Ein weißgekleidetes Mädchen, die "Lussibrud" (traditionell ist das die Aufgabe der ältesten Tochter einer Familie), trägt einen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf und weckt in der Familie die Schlafenden und bringt ihnen Gebäck. Überlieferungen zufolge hat die Heilige Luzia das Licht als Krone auf dem Kopf getragen, damit sie ihre beiden Hände frei hatte, um bedürftigen und Not leidenden Menschen zu helfen.

 

Luzia ist die Patronin der Bauern und Kutscher, der Türhüter und Hausmeister, der Optiker und Glaser. Auch Berufen mit spitzen Werkzeugen wie Näher, Sattler und Polsterer gilt sie als Patronin. Sie wird ebenfalls angerufen gegen Armut, Feuersbrunst, Augenleiden, Halsschmerzen und Darmerkrankungen.

 

e härzliche Drücker vom Ralph

 

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